Liebesgötter

Gibt es Liebesgötter? Jedenfalls in der Antike, als die Menschen an eine Vielzahl von Göttern glaubten, verehrten sie besonders zwei. Eros und Venus bzw. Amor und Aphrodite. Wo liegt bei denen der Unterschied. Der eine Name kommt aus dem Lateinischen, der andere aus dem Griechischen. Im Prinzip handelt es sich um die gleichen Götter.

Die Göttin der Liebe, Fruchtbarkeit und Schönheit hieß Venus bzw. Aphrodite. Keine andere Göttin konnte mit ihrem Antlitz Schritt halten, auch wenn Sie von Schönheit überhäuft war, ihr Mann war genau das Gegenteil. Vielleicht hatte Sie auch deswegen einige Seitensprünge und zeugte als Göttliche unter den Göttlichen mit Ares einen Sohn namens Eros.

Als Liebesgott wurde Amor/Eros... bezeichnet. Mit seinen Pfeilen schaffte er es Paare zusammenzubringen, auch wenn sie sich vorher vielleicht gar nicht mochten. Seine Pfeile fanden immer genau ihre Ziele und das Sprichwort, "Mich traf es wie vom Blitz getroffen...", erfährt wohl in dieser Hinsicht eine neue Bedeutung. Die Pfeile waren natürlich unsichtbar für Mensch und Götter! Also konnte Amor auch die zusammenbringen, die vielleicht gar nicht füreinander bestimmt waren. Woran kann man Amor erkennen? Er trägt stets einen Bogen und einen Köcher mit seinen Liebespfeilen und wird, jedenfalls als Statue, nackt und mit Flügeln dargestellt. Manche kennen ihn auch unter dem Namen Cupido...

Bei den Germanen galt Freya, als die Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit. Die Kelten nannten ihre Liebes- und Schönheitsgöttin Branwen. Man muss aber erwähnen, das es höchstwahrscheinlich mehrere Liebesgötter gab.
Im Hinduismus ist die Göttin Lakshmi (mit den vier Armen) die Liebes-, Schönheits-, und Glücksgöttin... Ihr Sohn, der Gott der Begierde Kama ist gleichzeitig der Gatte von Rati, der Göttin der Lust.

Jede Religion und jeder Volksstamm hatte und hat seine eigenen Liebesgötter, aber eins haben sie alle gemeinsam - sie bringen die Liebe auf die Erde.