Deine Liebesgeschichte 674





Ich war gerade mal in der 8. Klasse, als ich ihn traf. Er sah klasse aus und ich vergötterte ihn praktisch. Das macht das ganze nur noch schlimmer.
Ich war sehr glücklich gewesen, als er mir seine Liebe gestand.
'Deine Augen sind wie Sterne am Himmel…', hatte er geflüstert, nachdem er mir ein Liebesgeständnis gemacht hatte.
So kamen wir zusammen. Und wir waren ein Traumpaar. Noch in der 10. Klasse waren wir zusammen und meine Liebe war kein bisschen geringer geworden.
Es war… zu schön, um wahr zu sein. Ich hatte immer Angst gehabt, das ganze nur zu träumen. Er war so oft bei mir… und er war so romantisch! Er hat mir immer gesagt, wie sehr er mich liebte und dass er mich immer lieben wird, egal, was passiert…
Es war ein Mittwochabend, als ich bei ihm zu Hause klingelte. Seine Eltern waren weg gefahren und er hatte gesagt, er wollte den Abend mit mir verbringen. Niemand öffnete. Ich klingelte bei den Nachbarn und die alte Dame, die den Zweitschlüssel hatte, ließ mich herein.Sie kannte mich, deshalb war das überhaupt kein Problem.
Doch als ich in sein Zimmer kam… er lag auf dem Bett und ich dachte, er würde schlafen. Er war ruhig, blass… seine dunklen Haare waren zur Abwechslung gekämmt.
Ich ging zu seinem Bett und küsste ihm sanft die Lippen, um ihn aufzuwecken.
Sie waren eiskalt.
Und dann begriff ich. Er schlief nicht, er würde nie wieder aufwachen.
Und ich weinte und weinte und weinte… bis seine Eltern nach Hause kamen. Es ihnen zu sagen übersteig meine Kräfte und ich brach weinend zusammen.
Es hatte keine Ankündigungen gegeben. Er hatte immer so glücklich gewirkt, unbekümmert. Keine Sorge hatte ich je in seinem Gesicht gelesen. Und nun… nun lag er da kalt im Bett. Eine Leere Schachtel Schlaftabletten fand man unter seinem Bett.
Ich setzte mich zum ersten Mal mit dem Thema Suizid auseinander. Ich war wütend auf ihn, wenn ich nicht gerade weinte. Wie hatte er mir so was antun können? Warum hatte er das getan?
Die Beerdigung verlief still. Die halbe Schule war dort. Mein Freund war das Gesprächsthema Nummer 1. Jeder meinte, die Wahrheit zu kennen, doch ich behielt alles für mich. Ich konnte es niemanden sagen. Das hätte mich umgebracht.
Und nun?
Nun ist da das Gefühl, es nie gesagt zu haben.
Ich liebe dich.




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